Inhalt

Snegurochka – Das Schneemädchen

Es ist wirklich unerhört: Auf wundersame Weise geht aus einer Liebelei zwischen Frühlingsfee und Väterchen Frost das wunderschöne, jedoch fragile Schneemädchen hervor. Um dem zürnenden Sonnengott zu widerstehen, bewahren die Eltern jeder einen Teil ihrer Tochter bei sich: die Frühlingsfee das Herz in den Tiefen des Sees, um es vor dem Erfrieren oder Schmelzen zu bewahren, Väterchen Frost die kältebedürftige Gestalt.

Doch während letzterer zum Schutze die Umgebung des Schneemädchens zusehends in grimmiges Eis verwandelt, wünscht sich Snegurochka nichts sehnlicher, als der Eiswelt zu entfliehen, um die Gefühle und das Leben der echten Menschenwelt zu entdecken: Hervorgelockt durch die Musik des Hirtenjungen Lel entwischt sie der Obhut des kauzigen Waldgeistes Leschij und gelangt in das Dorf Berendey, deren Einwohner schwer mit dem um sich greifenden Winter und ihren erkaltenden Herzen zu kämpfen haben. Einzige Hoffnung ruht auf der nahenden Sonnenwendfeier, auf der durch die Hochzeit des Adeligen Misgir und seiner Braut, Kupawa, die Wärme junger Liebe den Sonnengott besänftigen soll.

Doch beim ersten Anblick des Schneemädchens verliebt sich Misguir Hals über Kopf. Und während die erboste Kupawa sich in ihrer Not an den mächtigen Zaren wendet, weiß das Schneemädchen bar ihres Herzens mit dem Gefühl der Liebe zunächst nichts anzufangen. Als Misguir sie in seinem Werben schließlich auf die Spur führt, gerät nicht nur das Schicksal Berendeys sondern auch Snegurochkas Leben in größte Gefahr…